GEPOSTET VON HDFASHION / 1. Mai 2025

Tod's Herbst 2025: Eine Meisterklasse in stillem Luxus

Tod's Herbst 2025 bekräftigte selbstbewusst das Engagement der Marke für Handwerkskunst, dezenten Luxus und zeitgenössische Eleganz. Unter der Leitung von Matteo Tamburini präsentierte das italienische Label eine Kollektion, die reichhaltige Texturen, tadellose Schnitte und eine subtile Weiterentwicklung seiner traditionellen Stücke zelebrierte.

Von Anfang an war klar, dass Tamburinis Fokus in dieser Saison auf dem haptischen Erlebnis von Mode lag. Die Gäste im PAC – dem in den 50er-Jahren entworfenen und nach Bombenangriffen in den 90er-Jahren wiederaufgebauten Contemporary Art Pavilion – begrüßte eine skulpturale Carla Bruni, eingehüllt in recyceltes Tod's-Leder, die dank eines Kunstwerks von Nelly Agassi aufrecht stand und eine riesige Nadel als Anspielung auf die Handwerkskunst der Marke hielt. Tamburini ist nicht neu darin, vor seinen Shows Installationen zu präsentieren, um die Grundwerte des Hauses zu feiern und gleichzeitig den Fokus der Saison vorzustellen. So stand luxuriöse Oberbekleidung im Mittelpunkt des Laufstegs, mit üppigem Lammfell, gebürsteter Alpakawolle und fein strukturiertem Leder. Jedes Stück wurde nicht nur für die Optik, sondern auch für den Griff entworfen. Da Schneiderkunst ein wesentlicher Bestandteil der Tod's-DNA ist, bevorzugten Tamburinis Designs klare, architektonische Linien mit strukturierten Blazern, tadellos geschnittenen Wollmänteln und Röcken, die müheloses Selbstvertrauen ausstrahlten. Die Kollektion verzichtete auf übertriebene Verzierungen oder Spielereien: Sie ließ die Robustheit der Konstruktion und die Qualität der Materialien für sich sprechen. Die Silhouetten waren präzise, ​​aber nie starr, in der Taille eng anliegend und dennoch entspannt genug, um ein Gefühl von Leichtigkeit zu vermitteln.

Keine Tod's-Kollektion wäre ohne die ikonischen Lederwaren komplett. Die Herbstkollektion 2025 konzentrierte sich daher auf Gürtel, die maßgeblich zur Definition der Silhouetten beitrugen und vielen der maßgeschneiderten Looks ein elegantes Finish verliehen. Kniehohe Lederstiefel unterstrichen den anspruchsvollen und zugleich pragmatischen Stil der Saison, während Taschen mit ihren Lederpatches an das skulpturale Kunstwerk erinnerten, das Carla Bruni am Eingang trug. Strukturiert und gleichzeitig weich, konnten sie in der Hand oder mit Leichtigkeit getragen werden, teilweise mit strukturiertem Wildleder aus Straußenleder. Kleinere Lederbrieftaschen und -taschen waren über die gesamte Kollektion verteilt und mit edlen Haken aus Stahl und Leder an Tragetaschen oder an einer Gürtelseite befestigt. Handschuhe im gleichen Patchwork-Stil und organisch geformte Sonnenbrillen ergänzten die Herbstkollektion 25 von Tod's perfekt und fassten die Farbpalette zusammen. Erdtöne standen im Mittelpunkt der Show, vor einem Ambiente, das dezente Eleganz ausstrahlte und die Ästhetik der Marke widerspiegelte: dezent und luxuriös. Zwischen Olivgrün und staubigem Grau ließen verschiedene Rottöne einige Elemente der Garderobe hervorstechen: einen Zweireiher, ein legeres und doch formelles Hemd, eine faltbare Tasche aus Krokodilleder, einen eindrucksvollen Trenchcoat im Winterstil, einen dezenten Schal mit Quasten und eine dreieckige Handtasche in den Primärfarben Blau und Gelb.

Es gab keine radikalen Abweichungen von der gewohnten Ästhetik von Tod's, keine dramatischen Neuerfindungen – nur eine stetige Verfeinerung dessen, was die Marke am besten kann. In einer Zeit, in der viele Luxushäuser auf Maximalismus setzen, bleibt Tod's seinem zurückhaltenden, eleganten Ansatz treu. Matteo Tamburinis Vision ist nicht die Neuerfindung um der Neuerfindung willen, sondern vielmehr ein unerschütterliches Bekenntnis zu zeitlosem Stil und handwerklicher Handwerkskunst. Während sich manche einen mutigeren Aufbruch wünschen, werden andere die ruhige Hand schätzen, mit der er die Marke führt.

Mit freundlicher Genehmigung von Tod's

Text: Giorgia Feroldi